Was sind Pfadfinder? Drucken E-Mail

Pfadfinden bietet seit knapp 100 Jahren den Rahmen, die eigene Persönlichkeit zu entdecken und zu entwickeln. Die weltweite Bewegung bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Erlebnisse, die den Charakter prägen, die ihre Eigenschaften und Fähigkeiten formen. Das ist das Ziel der Pfadfinderbewegung.

Von Geburt an ist der Mensch damit beschäftigt, sich immer wieder neu zu entdecken und zu erfinden. Die DPSG bietet mit ihren Werten, Methoden und Zielen ab einem gewissen Lebensalter einen Rahmen, der dabei hilft. Im Alltag der Altersstufen wachsen Persönlichkeiten heran, die später mit ihren Eigenschaften und Fähigkeiten in der Gesellschaft gebraucht werden. Pfadfinderinnen und Pfadfinder entwickeln also auch in der DPSG ihre sozialen, emotionalen, geistigen, körperlichen und spirituellen Fähigkeiten.

Die Persönlichkeitsentwicklung soll Spaß machen. Leiterinnen und Leiter helfen Kindern und Jugendlichen dabei, Kopf, Herz und Hand einzusetzen. Idealerweise gehen sie als Vorbilder mit ihrem Beispiel voran - auf allen Ebenen der DPSG. Die Methoden haben sich in rund 100 Jahren bewährt und sind auch in der Ordnung zu finden.


Vielfalt entdecken - Vertrauen schenken - Freunde finden

Die  Pädagogik des Pfadfindens ist erstaunlich schlicht: Kinder und Jugendliche erziehen sich mit Unterstützung der erwachsenen Leiterinnen und Leiter selbst. Jede und Jeder bringt seine Fähigkeiten ein, seine Ansichten, seine Gefühle, seine Stärken und Schwächen. Während des gemeinsamen Handelns lernen alle, sammeln alle Erfahrungen. Die Gruppen sind nach Alter aufgeteilt; das macht die Seblsterziehung einfacher und fordert Jede und Jeden. Innerhalb der großen Gruppe einer Altersstufe bilden sich zudem Kleingruppen, damit der Rahmen für das Lernen übersichtlich bleibt.

Orientierung geben - Abenteuer suchen - Gemeinschaft leben

In der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg sind Jungen und Mädchen, Männer und Frauen gemeinsam unterwegs. Sie wagen Abenteuer und lernen, für sich und für andere in der Gruppe Verantwortung zu übernehmen. Sie geben einander Orientierung im Leben und sie entwickeln eine lebendige Beziehung zu Gott. "Duty to myself" und "Duty to thers" und "Duty to God" hat der Gründer der Weltpfadfinderbewegung, Lord Baden-Powell, das genannt. Die DPSG ist mit ca. 95.000 Mitgliedern in mehr als 1500 Ortsgruppen aktiv.

Kirche sein - Verantwortung übernehmen - Gesellschaft gestalten

Als Verband in der Kirche will die DPSG ihren Mitgliedern Orientierung im christlichen Geist geben. Sie engagiert sich im Sinne der Ökumene und steht deswegen Mitgliedern anderer Konfessionen und Religionen offen gegenüber. Demokratie auf der Basis der Menschenrechte ist für die DPSG selbstverständlich. Alle Mitglieder können über die Inhalte, die Ausrichtung und die Pläne des Verbandes mitbestimmen.

Im Jahr 1929 wurde die DPSG in Altenberg (bei Köln) gegründet. Sie ist Teil der Weltpfadfinderbewegung (World Organisation of Scout Movement WOSM) mit 30 Millionen Pfadfinderinnen und PFadfindern. Lord Robert Baden-Powell gründete diese Bewegung im Jahr 1907.

Frieden stiften - Solidarität üben - Schöpfung bewahren

Gerechtigkeit ist Pfadfinderinnen und Pfadfindern in der DPSG ein wichtiges Anliegen. Sie engagieren sich gegen Armut vor ihrer Haustür und in der Welt. Mit Menschen mit Behinderung leben sie partnerschaftlich zusammen. Internationale Gerechtigkeit ist ein Schwerpunkt.

Die Schöpfung bewahren ist für Pfadfinderinnen und Pfadfinder eine große Aufgabe. Durch einfaches Leben versuchen sie, Ressourcen zu schonen und Umwelt zu schützen. Gewaltfreies Zusammenleben ist ein Ziel des Pfadfindens. Im Kleinen und Großen setzen sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder für den Frieden weltweit ein, zum Beispiel durch Partnerschaften mit Gruppen in  anderen Ländern.